Schlafmedizin
Wer nicht schläft leidet!
Wir verschlafen einen großen Teil unseres Lebens. Als Säuglinge schlafen wir fast den gesamten Tag. Kinder halten meist Mittagsschlaf, junge Leute sollten mindestens acht bis neun Stunden pro Nacht schlafen. Erwachsene können mit sieben bis acht Stunden oder weniger Schlaf auskommen. Viele ältere Menschen schlafen noch weniger, vielleicht fünf bis sechs Stunden pro Nacht, und wachen auch leichter auf.Warum können ältere Menschen Schlafstörungen haben?
Gerade älteren Menschen kann es möglicherweise schwer fallen zu akzeptieren, dass es weder notwendig noch möglich ist, so lange wie früher zu schlafen. Zudem leben sie ruhiger und möglicherweise mit einem täglichen Mittagsschlaf. So ist es ganz verständlich, dass man abends gegen 22 Uhr nicht einschlafen kann und womöglich sehr früh morgens wieder aufwacht.Wann kann man von wirklichen Schlafstörungen sprechen?
Von Schlaflosigkeit und Schlafbeschwerden kann man erst dann sprechen, wenn das alltägliche Leben auf Grund von mangelndem Schlaf beeinträchtigt wird. Wenn Sie jedoch den ganzen Tag hindurch normal tätig sein können und sich dabei nicht übermüdet fühlen, ist es ziemlich unerheblich, ob Sie in der Nacht viele oder nur wenige Stunden schlafen.Der Körper meldet sich rechtzeitig und signalisiert sein Schlafbedürfnis. Es sollte also bedacht werden, dass bei allen Menschen zeitweilig Schlafbeschwerden auftreten können. Stress, Leid und Sorgen sind bekannte Ursachen für Schlafbeschwerden.
Was hilft gegen Schlafstörungen?
Es gibt eine Vielzahl an Schlafmitteln. Versuchen Sie trotzdem, ohne Schlafmittel auszukommen, oder nehmen sie sie nur für kurze Zeit oder zu bestimmten Gelegenheiten ein. Auf langen Busfahrten oder Flugreisen, bei denen es schwer fallen kann, in der meist sitzenden Haltung Schlaf zu finden, kann es von Vorteil sein, ein Schlafmittel einzunehmen (z. B. eine Schlaftablette, die schnell, aber nur fünf bis sechs Stunden wirkt).Ratschläge
- Bewegung ist gut und stärkt den Schlaf. Meiden Sie jedoch Bewegung in den Stunden kurz vor dem Schlafengehen.
- Meiden Sie Essen und Trinken vor dem Schlafengehen. Ein kleiner Nachtimbiss kann angebracht sein. Große und schwere Mahlzeiten hingegen sind belastend für den Schlaf.
- Beachten Sie, dass Alkohol in der Regel nicht den Schlaf fördert. Vielleicht können Sie leichter einschlafen, aber Sie wachen auch schneller wieder auf, wenn Sie am Abend trinken. Nicht zuletzt, weil Sie auf die Toilette müssen und danach nicht wieder einschlafen können.
- Meiden Sie am Abend belebende Getränke mit Koffein, wie z. B. Kaffee, Tee und Kakao oder Cola, vor allem wenn Sie wissen, dass Sie dann nicht schlafen können.
- Sorgen Sie dafür, dass Sie ein entsprechendes Bett haben, in dem Sie gut schlafen können. Im Schlafzimmer sollte frische und kühle Luft vorherrschen. Lüften Sie, bevor Sie zu Bett gehen. Meiden Sie, wenn möglich, Licht und Geräusche.
- Gehen Sie erst zu Bett, wenn Sie müde sind. Entspannen Sie sich vor dem Schlafengehen.
- Lesen Sie ein bisschen in einem langweiligen Buch. Machen Sie das Licht aus, sobald Sie merken, dass Ihnen die Augen zufallen. Aber stehen Sie wieder auf, wenn Sie innerhalb der nächsten halben Stunde nicht eingeschlafen sind. Setzen Sie sich in einen Stuhl, lesen Sie Zeitung, hören Sie Musik und legen Sie sich eine halbe Stunde später wieder ins Bett
- Stehen Sie morgens immer zur gleichen Zeit auf. Stellen Sie sich einen Wecker und stehen Sie möglichst schnell auf, ungeachtet, ob Sie spät ins Bett gegangen, schlecht eingeschlafen sind oder ob Sie nur schwer aufwachen. Sie werden am Abend rechtzeitig und schnell müde werden. Ihre eingebaute Schlafuhr reguliert sich auf diese Weise von allein.























