Kinder- und Jugendzahnheilkunde

Es ist Zeit, mal wieder Zähnchen zu zeigen! Umgang mit Kindern.

Wichtige Information für Eltern/Großeltern

Wie man Kindern den Einstieg in die Welt der Zahnpflege und die ersten Vorsorgeuntersuchungen bei uns erleichtern kann, was Sie als Eltern/Großeltern/Begleiter beachten sollten und was ich mit einfachsten Mitteln und ein wenig Psychologie dafür tun kann, lesen Sie hier.


Ab wann Zahnarztbesuche?

Bestimmte zahnärztliche Untersuchungen sind im Kinderuntersuchungsheft gesetzlich verpflichtend verankert, die erste mit zwölf Monaten. Darüber hinaus sind halbjährliche Besuche ab dem ersten Milchzahn wünschenswert und auch Kassenleistung. So ist es möglich, mit den Eltern schon wesentlich eher wichtige Themen zu besprechen: Zahnpflege, zahngesunde Ernährung, Fluoride, Lutschgewohnheiten.


Wie bereite ich mein Kind am besten auf den ersten Besuch vor?

Ganz ehrlich: am besten so wenig wie möglich. Sagen Sie am besten:“ Morgen werden deine Zähnchen gezählt, darauf kannst du dich freuen!“ Vermeiden Sie unbedachte Äußerungen.


Bitte keine unbedachten Äußerungen

Vermeiden Sie vor der Behandlung Begriffe wie Bohrer, Schmerzen, Spritze, Zahn ziehen oder Ähnliches. Kinder haben ein anderes Erleben als Erwachsene.

Sagen Sie bitte nicht: Beispiel: Denken Sie nicht an eine lila Kuh. Sehen Sie. Sie haben gerade eine lila Kuh vor Augen, weil Sie den Inhalt der Verneinung nicht ausblenden können. Genauso geht es ihrem Kind. Im Kopf hängen bleibt „weh“, „Angst und „schlimm“ und gerade das erschwert mir die Arbeit oder macht sie von vorneherein unmöglich. Äußern Sie sich ausschließlich positiv über Zahnarztbesuche. Wenn Ihnen positive Erfahrungen fehlen, sagen Sie lieber nichts.

Vor der Behandlung

Sorgen Sie mit dreimal täglichem Zähneputzen dafür, dass Mundhygiene für Ihr Kind zur Selbstverständlichkeit wird.
Sobald ihr Kind den ersten Zahn bekommt, sollten Sie mit dem Zähneputzen beginnen.
Das lässt sich oft erfolgreich durchführen, wenn Sie ein bisschen Spaß machen, wie z.B. das Fahren eines Zuges im Mund simulieren (Der Zahnbürstenkopf ist der Zug, der während des Putzens im Mund herumfährt.) oder lustige Laute erzeugen. Lassen Sie Ihr Kind auch die Zahnbürste in die Hand nehmen und ein bisschen „putzen“. Grundsätzlich ist es erforderlich, dass Sie Ihrem Kind die Zähne putzen, bis es ca. in der vierten Klasse ist, weil bis dahin die motorischen Fähigkeiten noch nicht ausreichend ausgebildet sind.

Die Behandlung

Bestärken Sie ihr Kind, allein ins Behandlungszimmer zu gehen. Aufgrund meiner Erfahrung ist die Aufnahmefähigkeit und Mitarbeit eines Kindes besser, wenn die Mutter/der Vater bei der Behandlung nicht im Behandlungszimmer anwesend sind, sondern anschließend zur Besprechung dazukommt. Sollte das am Anfang nicht möglich sein bzw. das Kind zu jung sein, kann auch eine Begleitperson bei der Behandlung dabei sein. Doch eines bitte bedenken: Ihr Kind kann nur einem Erwachsenen gleichzeitig zuhören! Diese Person sollte ich sein. Bitte überlassen Sie die Kommunikation mit Ihrem Kind mir. Nur durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Zahnärztin ist eine schonende und angenehme Behandlung möglich.

Behandlung ohne Elterndruck

Vermeiden Sie durch unbedachte Äußerungen Druck auf ihr Kind auszuüben. Wenn du nicht vernünftig putzt, dann ... Dabei können gerade kleine Kinder die Tragweite der Sätze nicht richtig einordnen. Sie verbinden den Zahnarztbesuch mit einem negativen Erlebnis.
Aber auch versprechen von Belohnungen wirken eher kontraproduktiv. Die Kinder erwarten dann nach jedem Besuch bei mir von den Eltern automatisch ein Geschenk. Dabei sollten Vorsorgeuntersuchungen und Prophylaxesitzungen eine Selbstverständlichkeit sein. Kleine Aufmerksamkeiten erhalten die Kinder nach der Behandlung von uns.

Dann wird der Zahn geföhnt ...

Bei der Behandlung Ihres Kindes benennen wir die Instrumente und Behandlungen mit kindgerechten und positiven Begriffen wie z.B. Zähne duschen, Zähne föhnen, Zahnpflaster, Kitzelkugel, Zauberknete, Zauberlampe etc. Der negativ belegte Begriff „Bohrer“ kommt nicht vor! Bitte benutzen Sie den Begriff „Bohrer“ und“ Spritze“ nicht.

Prophylaxe ein Leben lang

Mein Ziel ist es, Ihrem Kind mit ihrer Unterstützung eine kariesfreie Zukunft zu sichern.

Ab dem 6. Geburtstag übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die sogenannte Individualprophylaxe. Das bedeutet, dass wir die Zahnbeläge durch Anfärben sichtbar machen und Ihr Kind zum richtigen Putzen anleiten und motivieren. Alle halbe Jahre wird dies bis zum 18. Geburtstag als Kassenleistung erbracht. Auch Mittel zur häuslichen Fluoridierung, die in die Zähne eingebürstet werden, können in diesem Zeitraum auf Kasse verordnet werden.

Da ich großen Wert auf ein individuelles Prophylaxekonzept lege, empfehle ich, die Zähne anschließend professionell reinigen zu lassen. Dabei werden sie blitzblank poliert. Diese privat abzurechnende Maßnahme entfernt alle bakteriellen Beläge und gewährleistet einen umfassenden Schutz der Zähne vor Karies.

Kinder bis zum 18.Geburtstag bekommen bestimmte bleibende Backenzähne versiegelt, d.h. die kariesanfälligen Fissuren und Grübchen werden mit einem Lack verschlossen, der sich fest mit dem Zahn verbindet. Darüber hinaus kann man weitere Zähne auf privater Basis versiegeln, wenn Sie es wünschen.

Gemeinschaftspraxis
Dr. Jörg Umfermann MOM, M.Sc.
Dr. Isabel Hespe-Umfermann

Standort Oerlinghausen
Hauptstr. 7a
33813 Oerlinghausen
Tel. +49 5202 6454


Standort Heiligenkirchen
Paderborner Str. 36
32760 Detmold
Tel +49 5231 3077110

So finden Sie uns


Aufnahmebogen

Wir möchten Sie bitten, sich den Aufnahmebogen auszudrucken und in Ruhe zu Hause auszufüllen. Bitte, bringen Sie diesen zum ersten Termin mit. Alle Daten unterliegen selbstverständlich der ärztlichen Schweigepflicht.